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Vorserie AXION 9

Praxis-Check für den AXION 9 Vorserientest – so läuft’s bei CLAAS!

Im Sommer und Herbst dieses Jahres ahnten wohl nur die wenigsten Autofahrer auf der A 31 bei Ihlow, unweit von Emden, dass sie auf den Flächen neben der Autobahn eine Vorserienmaschine des neuen CLAAS AXION 9 entdecken konnten. Eingesetzt wurde sie vom Lohnunternehmen Enninga. 

 

Unter „Vorserie“ versteht man Maschinen, die schon vor dem offiziellen Serienstart gebaut und anschließend bei Lohnunternehmern und Landwirten im praktischen Einsatz getestet werden. Allein in Deutschland waren es knapp zehn Vorserienmaschinen der neuen AXION 9 Generation, die im Testeinsatz unterwegs waren. Und zwar mit gezielter Streuung über das ganze Land, so dass die Technik unter verschiedensten Bedingungen auf Herz und Nieren geprüft werden konnte. Dieses strukturierte Vorgehen rund um die Vorserienmaschinen praktiziert CLAAS seit einiger Zeit bei allen neuen CLAAS Maschinen, so in diesem Jahr auch bei der neuen Feldhäcksler-Baureihe JAGUAR 1000 sowie verschiedenen Futtererntemaschinen, Pressen und Mähdreschern. 

»Alle Rückmeldungen wurden schnell aufgenommen und, wenn nötig, auch beantwortet.«, die Testermannschaft beim Lohnunternehmen Enninga GmbH & Co. KG

Auch als Walzschlepper machte der AXION 9.360 eine gute Figur.

Rundum betreut 

Alle Vorserienprojekte sind von Anfang an in einen ausgeklügelten Betreuungsprozess eingebettet. Dieser umfasst u. a. die gezielte Standort- und Kundenauswahl, eine schnelle, digitale Kommunikation zwischen den Betrieben, ihren Vertriebspartnern und CLAAS sowie intensive Schulungen für die Servicemonteure der Vertriebspartner und die Fahrer. 

 

Das alles dient dem Ziel, Technik und Funktionen einer neuen Baureihe im praktischen Einsatz noch einmal auf Herz und Nieren zu prüfen. „Die Rückmeldungen, die CLAAS dann von den Besitzern bzw. ihren Fahrern bekommen, helfen uns, Probleme frühzeitig zu erkennen, Feinheiten abzustimmen und am Ende eine Serienmaschine auf den Markt zu bringen, die wirklich ausgereift ist“, erklärt dazu Volker Mews, der diesen Vorserienprozess für CLAAS in Deutschland organisiert hat. 

Die Servicemannschaftbei der Hans Wittrock GmbH kümmerte sich bei Bedarf um die schnelle Betreuung vor Ort: Enno Mouson, Hendrik Hoffmann und Jan von Ohr sowie Volker Mews von CLAAS (v.l.n.r.).

Service wie bei einer Serienmaschine 

Weil Vorserienmaschinen auf der anderen Seite aber noch nicht den Reifegrad einer final entwickelten Serienmaschine haben, kann es durchaus auch mal zu Störungen kommen. Damit der Service dann trotzdem genauso schnell und reibungslos wie bei einer Serienmaschine funktioniert, haben die Verantwortlichen bei CLAAS ebenfalls gezielte Vorkehrungen getroffen. „Grundsätzlich ist das so organisiert, dass alle Beteiligten genau wissen, was, mit welcher Maschine, wann, wie und mit wem passiert“, so Volker Mews. „Alle Abläufe sind transparent. Nichts wird dem Zufall überlassen.“ Regelmäßig finden Termine statt, bei denen alle Beteiligten aus den Bereichen Kundendienst, Produktmanagement, Logistik, Ersatzteilversorgung, ACADEMY und Verkaufsförderung die Details gemeinsam abstimmen.

 

Wie sich der Vorserienprozess in der Praxis darstellt, zeigt das Beispiel des Lohnunternehmens Enninga GmbH & Co. KG in Ihlow (Landkreis Aurich), das eine Vorserienmaschine AXION 9.360 in seinen Betriebsalltag integrierte. Die drei Geschäftsführer Reemt, Timo und Manfred Enninga wurden gemeinsam von CLAAS und dem regionalen Vertriebspartner Hans Wittrock GmbH gezielt als Testbetrieb angesprochen und überzeugt, am Vorserienprogramm teilzunehmen. Ein besonderer Vorteil ihres Betriebs: Neben drei CLAAS Traktoren, darunter einem AXION 930 der bisherigen Serie, setzt das Lohnunternehmen Enninga auch verschiedene Modelle anderer Marken ein. Dadurch konnte der neue AXION 9 sehr gut auch im direkten Vergleich bewertet werden.

Scannen des QR-Codes an der Kabinenscheibe des Traktors.

Alle Beobachtungen wurden in ein vorbereitetes E-Mail-Formular eingetragen und an CLAAS verschickt.

Intensive Vorabschulungen

Um den optimalen Service durch den Vertriebspartner kümmerten sich seitdem der Hauptverantwortliche für den After Sales Bereich, Jan von Ohr, und Hendrik Hoffmann, der Serviceleiter am Wittrock-Standort Georgsheil. Zusätzlich wurden mit Wilke Janßen und Enno Mouson zwei besonders erfahrene Wittrock-Monteure als „persönliche Paten“ für die Vorserienmaschine ausgewählt und bei CLAAS drei Tage intensiv in die neue Technik eingearbeitet. Auch die beiden Fahrer des Lohnunternehmens, Martin Bruns und Tammo Wilts, erhielten im Frühjahr ein dreitägiges Vorbereitungstraining.

 

Im praktischen Arbeitsalltag arbeiteten dann alle Beteiligten eng mit CLAAS und untereinander zusammen. Um Beobachtungen oder Störungen zu melden, fanden die Fahrer in der Kabine einen QR-Code, über den sie per Smartphone direkt Kontakt zu CLAAS aufnehmen konnten. Ihre Hinweise konnten sie dabei bequem in ein vorbereitetes E-Mail-Formular eintragen. „So konnte ich auch Kleinigkeiten direkt an CLAAS melden“, berichtet Fahrer Martin Bruns rückblickend. „Egal ob es sich um die Technik, Bedienung, Anzeige oder den Komfort handelte, alle Rückmeldungen wurden schnell aufgenommen und, wenn nötig, auch beantwortet.“

 

Um die Auswertung der Rückmeldungen aus den Vorserieneinsätzen kümmerten sich bei CLAAS drei sogenannte Service Advisors: Reinhard Timpe, Markus Nüsse und Ulrich Rothaus. Als Traktorenexperte betreute Reinhard Timpe das Feedback der Enninga-Mannschaft persönlich. Kritische Probleme besprach er direkt mit den Werkstattverantwortlichen bei Wittrock, die sich dann um die Lösung vor Ort kümmerten. Hinweise auf mögliche Verbesserungen hingegen wurden direkt an die CLAAS Entwicklungsabteilung weitergeleitet. 

Enge Kooperation hat sich bewährt

In der Praxis zeigte sich, wie gut der enge Kontakt zwischen Hersteller, Vertriebspartner und Betrieb funktionierte. „Ein defekter Schalter wurde umgehend ausgetauscht, und auch Hinweise zum Kabinenkomfort oder zur Technik fanden direkt Gehör“, berichtet Fahrer Tammo Wilts. Die Fahrer erlebten, dass auch kleine Details ernst genommen wurden. So konnten noch zahlreiche Anregungen und Erfahrungen direkt in die Entwicklung eingehen.

 

Das Resümee fiel am Ende sehr positiv aus. Dank der strukturierten Organisation, intensiven Schulungen und der schnellen Kommunikation konnten die Vorserienmaschinen im Alltag zuverlässig laufen. Gleichzeitig erhielt CLAAS wertvolle Rückmeldungen aus der Praxis. Für die Betriebe bedeutete das: maximale Sicherheit und einen Service, der auf dem hohen Niveau der Serienmaschinen lag.